Risikoorientierte Nachweisverfahren ausreichender Rettungsmöglichkeiten

und ausreichender Beleuchtung oberirdischer Bahnsteige außerhalb von Hallen
282 Seiten, Broschur 01.01.2007 19,0 x 27,0 cm ISBN 978-3-96245-103-5
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Mit der Öffnung des Schienenverkehrsmarktes in Deutschland wurden die hoheitlichen Aufgaben, die vorher die Staatsbahnen selbstständig wahrnahmen, unterschiedlichen vorhandenen Behörden oder dem neugeschaffenen Eisenbahn-Bundesamt übertragen. Hierzu gehören insbesondere die Verantwortlichkeiten für die Gefahrenabwehr, für Maßnahmen des Brand- und Katastrophenschutzes und für das Bauordnungswesen.

Aufgrund dieser Situation wurden erstmalig Brandschutzkonzepte für alle Personenverkehrsanlagen erstellt. Durch die Anwendung der anerkannten Regeln der Technik für Rettungswege aus dem Bauordnungswesen in Analogie auf oberirdische Bahnsteige außerhalb von Hallen ergaben sich hier nicht überall übliche oder auch überzogene Ausstattungsanforderungen. Durch eine Analyse des bestehenden Vorschriftenwesens wird festgestellt, dass die Schutzziele, die mit den in Analogie angewandten anerkannten Regeln der Technik für Rettungswege verfolgt werden, auf diesen Bahnsteigen nicht zutreffend sind.

Spezielle technische Regeln für Rettungswege auf oberirdischen Bahnsteigen außerhalb von Hallen sind im eisenbahnspezifischen Vorschriftenwesen bisher nicht zu finden. Zur Abgrenzung von Rettungswegen entsprechend dem Bauordnungswesen werden daher im Rahmen dieser Arbeit Rettungswegmöglichkeiten für diese Bahnsteige definiert.

Mit dem ersten in dieser Arbeit entwickelten Verfahren können ausreichende Rettungswegmöglichkeiten nachgewiesen werden. Dann kann auf die für Rettungswege übliche Ausrüstung mit Sicherheitsbeleuchtung verzichtet werden. Anschließend muss die Notwendigkeit von Ersatzmaßnahmen gegen den Ausfall der Allgemeinbeleuchtung aufgrund von Gefahren aus dem Betrieb der Personenverkehrsanlage oder dem Eisenbahnbetrieb festgestellt werden. Dieser Nachweis ausreichender Beleuchtung kann mit dem zweiten entwickelten Verfahren erfolgen.

 

Beide Nachweisverfahren basieren auf einem risikoorientierten Ansatz. Grundlage ist eine Systemdefinition, in der Systemteile, Bahnsteigmerkmale und Funktionen unterschieden werden. Die risikoorientierten Nachweisverfahren dienen zum Lückenschluss im Vorschriftenwesen und geben Infrastrukturbetreibern wie auch den Aufsichtsbehörden Planungssicherheit. Gleichzeitig ergibt sich bei ihrer Anwendung die Möglichkeit zum Verzicht auf kostenintensive Ausrüstungsmerkmale und zur Vorhaltung einer optimal an die örtlichen Gegebenheiten angepassten Bahnsteiginfrastruktur.

 

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